OpernTurm Frankfurt - ein Projekt von TISHMAN SPEYER

Die ZÜBLIN AG baut in herausragender Lage in Frankfurt den 170 m hohen OpernTurm, der bei seiner Fertigstellung in 2010 der Skyline ein sicher einzigartiges Element hinzufügt.

Wir wurden mit der Betonförderung sowohl der Bodenplatten, als auch der aufgehenden Bauteile beauftragt.

Die Bodenplatte

Den Auftrag zur Betonage der Bodenplatte erteilte uns die HOCHTIEF Construction AG. Es wurden an drei Tagen insgesamt 3 Großmast-Autobetonpumpen eingesetzt, die 5.660 m³ Beton ohne Störung einbrachten. Dabei wurden höchste Anforderungen an die Betonlogistik gestellt, da die Platzverhältnisse sehr beengt waren. Gleichzeitig mussten Veranstaltungstermine der Alten Oper berücksichtigt werden, was zu einer 20-stündigen Unterbrechung in der Gesamtbetonage führte.

Die Abstützung einer SCHWING M 52 wurde über ein Schwerlastgerüst sichergestellt.

Eine PUTZMEISTER M 42 wurde direkt neben der Bodenplatte aufgebaut.

Europas größte Betonpumpe - eine Putzmeister mit 63 m-Verteilermast - wurde auf der Bockenheimer Landstraße aufgebaut und förderte über 2.000 m³ in 24 Stunden.

Das Hochhaus

Nachdem die Bodenplatte betoniert und die Sockelbebauung weit genug fortgeschritten war, wurde mit dem Aufbau des stationären Verteilermastes begonnen. Hierbei handelte es sich um einen Putzmeister-VM mit einer Reichweite von 32 m, der auf einer Rohrsäule von 26 m montiert wurde.

Am 10.10.2007 war es dann soweit. Die Hochdruck-Rohrleitung zur Versorgung des Verteilers im Doppelstrang war verlegt und die Deckendurchführungen vorbereitet, der Aufbau konnte beginnen.

Die Rohrsäule wird montiert. 20 m stehen schon, die abschliessenden 6 m schweben ein.

Der Antriebskopf mit dem ersten Maststück ist schnell montiert.

Und schon kommt der Rest des Armpakets und wird mit Bolzen verbunden.

Jetzt noch die Hydraulikschläuche angeschlossen und schon könnte es losgehen.

Allerdings, wo sind denn die restlichen 15 m der Rohrsäule geblieben?

Na klar, die verstecken sich im darunterliegenden Bauteil und werden zur Verankerung in den Geschoßdecken mit Deckenrahmen eingepasst. Um die Kräfte in den Decken abzuleiten, wurden noch zusätzliche Sprießen eingesetzt um auch die darunterliegenden Geschosse an der Lastverteilung zu beteiligen.

Und nun nur noch die stationäre Hochdruck-Betonpumpe über einen hydraulischen Absperrschieber und die Doppelstrang-Hochdruckrohrleitung an die Steigleitung angeschlossen - dann kann es losgehen.

Tagsüber wurde geschalt und bewehrt, Abends betoniert. Dadurch konnte die sehr kurze Bauzeit realisiert werden.

Die Kommunikation mit der Einbaustelle in 170 m Höhe lief über Funk.

Am 18.11.2008 wurde der letzte Beton auf eine Höhe von fast 170 m Höhe gepumpt. Nach nur einem Jahr Bauzeit waren somit fast 24.000 m³ Beton in das Hochhaus eingebracht.

Die Sockelbebauung mit 23.500 m³ und die Bodenplatte mit insgesamt 14.000 m³ ergab eine Gesamtmenge von 61.500 m³ Beton, den wir seit dem 11.05.2007 für die Erstellung des OpernTurms gefördert haben.

Nachfolgend noch einige Bilder des Baufortschritts am OpernTurm, die uns von Hendrik Dobberthien zur Verfügung gestellt wurden: