Rollbrücke West

Die Brücke West konnte durch exakte Planung der Standorte von 4 Großmastpumpen betoniert werden. Der Überbau wurde mit einer M 63, einer M 62 und zwei M 58 am 20.08.2010 gegen 20.00 Uhr in Angriff genommen. Innerhalb von 20 Stunden wurden 3.240 m³ eingebaut, die durch die Lieferwerke der Sehring Beton GmbH & Co. KG fristgerecht bereitgestellt wurden.

An der Nordseite wurde eine M 58 (im Vordergrund) und die M 62 eingesetzt.

Unsere zweite M 58 (im Vordergrund) und die M 63 stehen an der Südseite der Rollbrücke.

Durch genaue Standortplanung haben sich die Arbeitsbereiche der 4 Autobetonpumpen getroffen.

Pünktlich 20.00 Uhr hieß es "Beton Marsch" und unsere M 58 an der Nordseite konnte den ersten Beton punktgenau fördern.

Die fortschreitenden Arbeiten wurden auch direkt von den startenden Piloten in Augenschein genommen.

Rollbrücke Ost

Am 17.09.2010 war es dann endlich soweit. Nach wochenlangen Planungen wurde der Überbau der Rollbrücke Ost in Angriff genommen. Zum Einsatz kamen eine M 62, eine M 58 und eine M 52 an der Nordseite und eine M 63 und eine M 58 auf der Südseite.

Der Überbau mit einer Breite (O-W) von 345 m und einer Tiefe (N-S) von 91,5 m wurde in 3 Betonierphasen aufgeteilt. Begonnen wurde an der tiefsten Stelle des Bauwerks, an der die ICE-Trasse und beide Richtungsfahrbahnen der A3 überspannt wurden.

In der Planung wurde von einer Einsatzdauer von 61,5 Stunden und einer einzubauenden Menge von 10.100 m³ ausgegangen. Hauptbedingung für die wohl erst- und einmalige fugenlose Betonage einer Fläche von fast 19.000 m² war die Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Betonversorgung von vier Einbaukolonnen durch unsere Betonpumpen.

Da trotz Einsatz der größten in Europa stationierten Betonpumpen noch eine Lücke in den Arbeitsbereichen der Ausleger bestand, wurde zusätzlich ein RV 10 eingesetzt.

Dieser wurde nur am Anfang für 150 m³ genutzt, alle weiteren Stellen konnten direkt von unseren Maschinen erreicht werden.

Unsere M 63 wurde direkt an der A3 Richtungsfahrbahn Frankfurt aufgebaut und musste über die Fahrspuren hinweg den Beton auf die Brücke fördern. Dies stellte höchste Anforderungen an die Sicherheit und so wurde die komplette Verrohrung der Maschine vor Einsatzbeginn ausgetauscht.

Die 2. Maschine auf der Südseite, eine M 58, musste in der Kranbahn aufgebaut werden.

An der Nordseite kamen eine M 62 und unsere M 58 zum Einsatz, die in der Startphase den RV 10 bediente.

Nach knapp 20 Stunden und 3.700 m³ war der 1. Abschnitt des Überbaus betoniert.

Als 5. Betonpumpe wurde eine M 52 zwischen der ICE-Trasse und der A3 Richtungsfahrbahn Köln aufgebaut, die den Anschluss unserer M 58 Richtung Osten an der Nordseite übernehmen musste.

Nur durch den Einsatz der OSS-Funktion unserer M 52 konnte der Aufbau bei derart beengten Platzverhältnissen gelingen.

Selbst der ICE musste sich unserer Pumpe geschlagen geben, wenn auch nur um 5 Meter.

Auch beim Beginn des 2. Abschnitts konnten die Betonpumpen ohne Standortwechsel weiterarbeiten. Der im 1. Abschnitt betonierte mittlere Teil der Brücke wurde schon mit Flügelglättern endbehandelt.

Jetzt begann für unsere M 63 der kritische Teil der Betonage, da nun direkt über die A3 betoniert werden musste.

Nach fast 34 Stunden war der 2. Abschnitt für die M 63 beendet.

So langsam wurde es eng für die Einbaumannschaft, aber bekanntlich ist ja Platz auch auf der kleinsten Fläche.

Nach 46 Stunden und ca. 8.200 m³ hatten unsere Betonpumpen Ihre letzten Standorte erreicht. Aus der Vogelperspektive ist die immense Ausdehnung und der letzte Betonierabschnitt gut zu erkennen.